Dienstag, 4. Februar 2014 | By: maran79

Göttlich verliebt von Josephine Angelini


(Achtung, diese Rezension enthält Informationen/Spoiler)





Der Fluch der Furien ist endlich gebrochen. Die drei Schwestern erhielten durch Helen und Orion ihre Freiheit zurück. Hector kann endlich zu seiner Familie zurückkehren, ohne befürchten zu müssen, von ihnen in rasender Wut getötet zu werden. Doch nicht nur der Fluch wurde gebrochen, eine verbotene Zusammenführung aller vier Häuser fand statt. Der Gott des Krieges, Ares, stellte Lucas und Orion eine Falle indem er ihnen Helen als Köder präsentierte. Dabei vermischte sich das Blut alles Häuser und die drei wurden zu Blutsbrüdern. Was lange Zeit befürchtet wurde ist eingetreten: Die Götter dürfen ihr Gefängnis verlassen und wieder auf Erden wandeln.






Der finale Teil der Trilogie stellte sich für mich als echte Überraschung dar. Helen ist kaum wiederzuerkennen. Die große Macht über die sie verfügt, hat sie geformt. Nichts und niemand scheint sie aufhalten zu können. Noch dazu verlassen immer mehr Götter den Olymp und treiben auf der Erde ihr Unwesen. Als die jung Halbsirene Andy nur knapp einer Vergewaltigung durch einen Gott entkommt, wird sie von Helen und den Delos-Frauen in die Familie geholt.
Helen weiß, dass ein Krieg mit den Göttern unvermeidbar wird, denn nicht alle sind bereit, sich den Menschen gegenüber anständig zu verhalten. Hades und der Gott der Träume Morpheus sind da die wenigen Ausnahmen.

Ich sagte ja schon, dass der dritte Teil einige Überraschungen für mich in petto hielt. Einige gute, aber leider auch einige schlechte. Die Art wie die Geschichte voranschreitet ist zügig und auch glaubhaft. Ein Kampf mit den Göttern ist unausweichlich. Zudem wir Helen immer mächtiger, denn sie hat nicht nur ihre eigenen Fähigkeiten, sondern auch einige von Lucas und Orion übernommen, als sich ihr Blut vermischte. Das führt dazu, dass ihre eigenen Freunde ihr misstrauen und sich von ihr absondern. Da mag nun nicht jedem Leser gefallen, aber ich fand das gut, denn es hat mir gezeigt, dass trotz der großen Freundschaft mit Helen, sie um das Fürchten, was gerecht ist, denn nichts scheint sich Helen entgegen stellen zu können.

Jetzt kommt aber der ganz große Logikfehler am Ende von Göttlich. Und ja, wenn ihr nicht wissen wollt wie es zu Ende geht, ich werde hier das Ende verraten, denn gerade das stellt sich für mich als ein Problem dar.
Es mag durchaus ziemlich dramatisch sein Lucas und Helen zu Cousin und Cousine erklärt zu haben. Daphne spinnt ihre eigenen Intrigen und möchte nicht, dass die beiden zusammen kommen. Daher lügt sie alle an, indem sie behauptet, Lucas Onkel Ajax wäre Helens Vater.  Das an sich könnte noch gut werden, wenn ein anderer Halbgott Helens Vater gewesen wäre. Aber nein, am Ende rückt sie mit der Wahrheit raus: Jerry ist und war immer Helens leiblicher Vater.
Nun wird am Ende klar, dass nicht Orion der Tyrann ist, sondern Helen. Deswegen kämpfen auch die Myrmidonen, wie auch ihre Freunde, am Ende gegen sie.
Im Grunde geht es ja darum, dass die Häuser untereinander nicht heiraten sollen, weil ihnen geweissagt wurde, dass dadurch der Tyrann entsteht.  Nur aus einem Rogue, dem Kind zweier Halbgötter kann der Tyrann werden. Wenn Jerry ihr leiblicher Vater ist, ist sie keine Rogue, wie also kann sie der Tyrann sein???
Als ich das las, hatte ich das Gefühl, die Autorin hätte hier etwas gewaltig übersehen.
Das machte irgendwie das ganze Ende zunichte, weil ich immerzu das Gefühl hatte, etwas würde hier nicht passen. Wäre die Autorin nicht auf diese Rogue-wird-zum-Tyrannen-Sache so oft eingegangen, hätte ich auch nicht erwartet, dass es unbedingt ein  Rogue sein muss. Aaaaber, Helen darf nicht mit Lucas zusammen sein, weil sie Cousins sind. Und selbst wenn sie darüber hinwegsehen würden, könnten sie es immer noch nicht, weil sie eben zu verschiedenen Häusern gehören. Um es noch dramatischer zu machen, durfte Helen auch nicht Orion zusammen sein, weil er ebenfalls aus einem anderen Haus stammt. Das hat es für mich zu einem unbestreitbaren Gesetz gemacht, das die Autorin selbst gebrochen hat.





Die Originalität hinter Göttlich hat sich auch im dritten Teil bewährt. Die Geschichte war einfach geschrieben und ließ sich auch schnell durchlesen. Viele Charaktere wuchsen einem ans Herz und man litt mit, wenn man sich von einigen verabschieden musste. Weil ich aber über diese eine Sache mit Helens Vater nicht hinwegsehen kann, vergebe ich für den dritten Teil nur 3,5/5, spreche jedoch gleichzeitig eine Leseempfehlung aus.











2 Kommentare:

Bountys Bücherwelt hat gesagt…

Huhu,

ich fand es zum Ende hin nur etwas komisch das niemand mal nachrechnen konnte was Helens Alter angeht und dem Tod des angeblichen Varters. Dei Rouge-Tyrannen Geschichte ist mir ehrlich gesagt nicht aufgefallen oder ich hab das falsch verstanden. Zu dem Zeitpunkt dachten doch noch alle sie sei eine Rouge und die Tochter von Ajax oder? *verwirrt bin ^^*

Aber schöne Rezi :) ♥

maran79 hat gesagt…

Hallo Bounty, danke dir =)
Mich hat eher die Geschichte mit den Rogues gestört. Ich dachte wirklich, nur das Kind zweier Rogues würde zum Tyrannen werden.
Liebe Grüße =)

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