Dienstag, 4. März 2014 | By: maran79

Monument 14 - Emmy Laybourne




Dich erwartet ein ganz normaler Schultag und du bist wieder einmal spät dran. Dir bleibt nur noch Zeit aus dem Haus zu rennen um den Schulbus zu erwischen. Deine Mutter ruft dir etwas hinterher, aber du läufst weiter. Es gibt keine liebevolle Antwort, oder eine Umarmung. Es wird nie wieder eine geben.
Der Bus bringt dich und die anderen Kinder nicht in die Schule, sondern er fährt dich durch eine neu entstandene Hölle, in der die Welt, die du kanntest, vollkommen aus den Fugen gerät.








Das Cover des Buches ist in dunklen Farben gehalten, die Farbe Grün sticht deutlich daraus hervor, was ich mit der chemischen Bedrohung in Verbindung brachte. Die Personen auf dem Cover stellen die großen Kids dar, aber mir fehlen dennoch die anderen wichtigen Aspekte des Buches darin, die kleinen Kinder. Auch wenn ich es nicht schlecht finde, so gefällt mir das Bild in der englischen Ausgabe wesentlich besser, denn darin wird man mit einem Blick mit dem Schrecken konfrontiert, der über alle hereinbricht.




Auf dieses Buch bin ich aufgrund einer Rezension gestoßen. Es klingt mir nach einem Endzeitroman und weil ich diese liebe, wanderte es sofort auf meine Wunschliste.
In Monument 14 geht es um 14 Kinder, die eine plötzlich ausbrechende Naturkatastrophe überleben. Aufgrund eines Tsunamis regnen ungewöhnlich große Hagelkörner auf den fahrenden Schulbus hinab, in dem sich Dean und die älteren Schüler befinden. Ihr Bus gerät ins Schleudern und kippt in der Nähe eines Einkaufszentrums um. Der andere Schulbus mit den kleineren Kindern, der hinter ihnen gefahren war, schafft es in das sichere Innere des Gebäudes. Danach rettet die Fahrerin dieses Busses die wenigen Überlebenden und bringt sie in Sicherheit.
Die Kinder versammeln sich im Einkaufszentrum und werden von der einzigen Erwachsenen, der Busfahrerin, angewiesen, sich darin zu verbarrikadieren und zu warten, während sie Hilfe holen geht.
Den tödlichen Hagelkörnern folgt ein Erdbeben der Stärke 8,2, dennoch bleibt das Einkaufszentrum intakt. Aus den Nachrichten erfahren die Kids, dass man die Kontrolle über eine Chemiefabrik verloren hat, die sich in unmittelbarer Nähe der Stadt befindet. Eine chemisch angereicherte Wolke thront über ihnen. Jede Berührung mit der giftigen Luft führt zu unterschiedlichen Symptomen. Ein halbes Jahr lang wird das Einatmen dieser Luft zur tödlichen Bedrohung für jeden Menschen. Niemand kann gefahrlos nach draußen gehen.
Was ich ganz besonders gut finde, ist  die Art und Weise wie die Menschen auf diese chemische Bedrohung reagieren. Es ist von den Blutgruppen abhängig, ich kann mich jetzt nicht genau erinnern, welche Blutgrupp für welche Symptome sorgt. Menschen mit einer Blutgruppe verallen in tosender Raserei und wollen alles töten was ihnen vor den Augen kommt. Dean, Astrid und einige der kleineren Kinder gehören dazu. Menschen der anderen Blutgruppe bekommen blutige Blässchen und sterben an Organversagen, sollten sie die giftige Luft zu lange einatmen. Die andere Gruppe leidet an Halluzinationen. Die letzte Blutgruppe ist die einzige, die gefahrlos nach draußen gehen könnte, doch ihre Schäden sind schwerwiegender, denn sie werden impotent, oder unfruchtbar.
Genau diese Mischung machte aus diesem Buch etwas besonderes. Die Kids sind in dem Einkaufszentrum gefangen und dennoch ermöglicht dieses ihnen ein sicheres Überleben, denn sie haben alles was sie dazu brauchen direkt vor Ort.
Und genau hier nimmt die Geschichte ihren Lauf.
Man muss immerzu bedenken, dass es sich um Kinder handelt. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber ich glaube, die meisten von den Größeren sind so 16, 17 Jahre alt. Dennoch sind sie verantwortlich für die kleineren Kinder.
Machtkämpfe und die alltäglichen Probleme an der Schule sind in diesem Gebäude ebenso an der Tagesordnung. Es gibt die Rowdies, die die Schwächeren traktieren, dann wieder gibt es diejenigen, die über sich hinauswachsen, um die Schwächeren zu beschützen.
Als ganz großes Problem werden die Menschen dargestellt, die sich außerhalb des Einkaufszentrums befinden und jede Möglichkeit suchen, ins Innere zu dringen.





Die Charaktere dieses Buches sind vollkommen unterschiedlich. Dean als der ruhige Typ, erzählt die Geschichte aus seiner Sicht. Er schreibt lieber mit einem Stift auf Papier, als die modernen Tablets zu benutzen. Außerdem ist er schon seit Langem in die junge Astrid verliebt. Sein Bruder Alex ist ein Technikfreak. Sein Wissen und sein Können gereicht der Gruppe oftmals zum Vorteil.

Ganz besonders interessant fand ich Niko. Der Junge rettete Dean das Leben und weist ansonsten alle Charaktereigenschaften auf, die ein guter Anführer haben muss. Seine Ausbildung als Pfadfinder ist in einem Notall wie diesem ganz besonders nützlich. Er sorgt sich um die Kleinen und ist bereit alles von sich zu geben um sie zu beschützen.

Der anfängliche Anführer Jake, Schulschönling, Quaterback und Astrids Freund, weist diese Merkmale ebenfalls auf, doch wenn es hart auf hart kommt, zieht er sich zurück und überlässt die anderen sich selbst. Durch willentlich eingenommene Tabletten versinkt er sehr oft im drogenähnlichen Zustand und scheint die Augen vor der Wirklichkeit verschließen zu wollen.

Ebenfalls sehr interessant fand ich die junge Josie. Weil sie hautnah erleben musste, wie ihre Freundin von den großen Hagelkörnern erschlagen wurde, bleibt sie sehr lange in einem schockähnlichen Zustand, doch als die Situation zu eskalieren droht, erwacht sie wieder und übernimmt die Verantwortung über die Kleinen. Trotz ihrer sechzehn Jahre ist sie die Mutter der Gruppe.

Die Kleinen sind, wie kleine Kinder sein sollten. Sie weinen und rufen oft nach ihrer Mutter. Dennoch fand ich auch bei ihnen sehr viele besondere Charakterzüge. Den allwissenden Bengel oder die rotzfreche Göre.

Was ich damit ausdrücken will, jeder Charakter dieser Geschichte ist glaubhaft und wird, nach seinen Vor- und Nachzügen, dargestellt.




Monument 14 ist ein ganz besonderes Buch. Obwohl die Geschichte lediglich in einem Einkaufszentrum spielt, ist sie nie langweilig. Dafür sorgen die unterschiedlichen Charaktere und die äußerlichen Begebenheiten. Die Kinder haben es nicht nur mit einer Naturkatastrophe zu tun, zudem werden sie von einer chemischen Wolke bedroht. Diese Umstände verwandeln jeden einzigen Menschen außerhalb des Einkaufszentrums in einen bedrohlichen Feind. Sie können niemandem trauen, nur einander.
Erst am Ende des Buches erfuhr ich, dass es noch einen weiteren Teil gab. Trilogien und Reihen scheinen derzeit in Mode zu seinen, bei diesem Buch hier bereue ich es nicht, denn es besitzt ein spannendes Ende, das den Leser gespannt auf den zweiten Band warten lässt.

Aufgrund des Lesevergnügens vergebe ich für Monument 14 begeisterte 5/5




An diese Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei


                                                                  für dieses Rezensionsexemplar bedanken.

1 Kommentare:

Lady Moonlight hat gesagt…

Das hört sich ja sehr gut an :) Ich will mir das auch unbedingt kaufen. Vielleicht schon im April. Diesen Monat habe ich leider schon zu viele Bücher gekauft.

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